Pro und Kontra horntragender Kühe und Ziegen

 

Horntiere brauchen mehr Platz und einen engeren und gepflegteren Mensch - Tierbezug, 

was beides einen grösseren, wirtschaftlichen Aufwand bedeutet. 

Die Hornkuh - Initiative gibt den Kühen und Ziegen endlich die Gelegenheit, dass über das Hornthema und über eine natürliche, nachhaltige Förderung dieser Tiere gesprochen wird.

 

 

Mehr als 20 Vorteile für das Horn:

 

    • Unsere heimischen, Schweizer Rinderrassen sind ALLE horntragend. Wäre das Horn sinnlos, so hätte die Natur es schon gar nicht wachsen lassen.
    • Das Horn ist ein Sinnes -und Stoffwechselorgan, es ist fast bis zur Spitze durchblutet und mit vielen, feinen Nervenfasern durchzogen. Das Horn einer gesunden Kuh fühlt sich warm an.
    • Als Sinnesorgan dient es zur äusseren und inneren Wahrnehmung. Hörner wirken wie Antennen. Horntiere besitzen oft eine verfeinerte Wetterfühligkeit und einen guten Instinkt.
    • Hörner sind berührungsempfindlich und dienen zur Körperpflege & Kommunikation.
    • Hörner sind auch wichtig zur Wärmeregulierung des Körperhaushaltes.
    • Die Rangordnung in einer Rindergruppe wird hierarchisch mit den Hörnern oder oft nur schon mit einer Hornbewegung festgelegt.
    • Das Horn der Kuh verleiht ihr einen gewissen Stolz und Adel. Es prägt ihr ganzes Erscheinungsbild im Charakter und Wesen.
    • Hörner sind für die Kuh etwas Ureigenes und tief verwurzelt in ihrem Kernwesen.
    • Aus medizinischen Erkenntnissen weiss man, dass in einem Embryo in den ersten drei Monaten alle lebenswichtigen Organe gebildet werden. Schon im zweiten Monat der embryonalen Entwicklung des Kalbes ist eine deutliche Erhebung der Hornanlagen sichtbar.
    • Aus der Ernährungswissenschaft weiss man, dass die Milch von Hornkühen die vor allem mit Gras und Heu gefüttert werden, verträglicher und gesünder ist.
    • Als Stoffwechselorgan hat das Horn mit dem Magen ein wichtiges Zusammenspiel im Verdauungstrakt. Gase steigen während des Wiederkauens in die Stirnbeinhöhlen und ins Horn hoch. Wird eine Kuh enthornt so kann man diese Methangase, solange die Wunden offen sind gut riechen. Wechselwirkende Kräfte von Horn und Magen schliessen einen genialen Verdauungsprozess in der Kuh ab. Das Horn ist sozusagen ein Stoffwechselturbo, welches auch als Druckausgleichsventil eine wichtige Rolle spielt. Fehlt das Horn, dann fehlt auch ein Teil im Verdauungsprozess.
    • In der Evolutions Geschichte der Wiederkäuer wurde deutlich, dass wenn Horntiere in kargen, höhergelegenen Landschaften leben und reifes, rohfaserreiches Futter zu sich nehmen, einen kräftigeren, stärkeren Hornwuchs haben. Horntiere die aber übers ganze Jahr in satt begrünten Landschaften leben, wie zB. in den Niederungen der Nordsee, tragen leichtere Hörner. Oder es tritt sogar eine natürliche, genetische Hornlosigkeit auf. Daraus ist klar erkennbar, dass der Reifegrad des Futters, die Futterqualität, die Herkunft und Heimat der Tiere eine deutliche Rolle im Zusammenhang mit dem Hornwuchs spielen. Diese Tiere passten sich über Jahrhunderte den natürlichen Wetter - und Umgebungsbedingungen an.
    • Von Klauen und Hörnern wird auch ein sehr wertvoller Gartendünger hergestellt. 
    • Das Horn hat einen gewissen Anteil von Silicium, welches auch in Bergkristallen enthalten ist.

Silicium ist wiederum für ein gesundes Pflanzenwachstum sowie für gute Bodenfruchtbarkeit 

verantwortlich.

Silicium enthält ein natürlicher Hemmstoff gegen Krankheitserreger und Pilzerkrankungen.

  • Bei der Ziege sind Hörner im Sozialverhalten ein wichtiger Kernpunkt.
  • Bei genetisch hornlosen Ziegen braucht es in gewissen Abständen, immer wieder ein Horn Gen, sonst tritt eine vermehrte Unfruchtbar- oder Zwittrigkeit auf.
  • Behornte Ziegen sind meist robuster und stärker und das Horn ist auch bei der Ziege wichtig für die Wärmeregulierung des Körpers und für einen klareren und besseren Instinkt.

 

 

Gegen das Horn

 

  • Rinder und Ziegen werden aus wirtschaftlichen Sicherheitsgründen enthornt. Damit wird die Verletzungsgefahr durchs Horn für Tier und Mensch reduziert.
  • Laufställe haben die Enthornung grundlegend gefördert. Durch die Enthornung können mehr Tiere auf der gleichen Fläche gehalten werden. 
  • Die Haltungsformen vereinfachen sich so mit diesen Tieren.
  • Enthornte Tiere sind meistens ruhiger, sozusagen abgedumpft weil ihnen etwas vom ganzen Wesen genommen wurde.

 

 

  • P.S.: Bei heftigem Zusammentreffen von enthornten Tieren, kann es aber zu starken Prellungen, zu Rippenbrüchen oder sogar zu einem Abort einer trächtigen Kuh führen!